{"id":1782,"date":"2019-09-22T21:24:20","date_gmt":"2019-09-22T19:24:20","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtteilschule-eidelstedt.hamburg.de\/?p=1782"},"modified":"2019-09-24T20:07:06","modified_gmt":"2019-09-24T18:07:06","slug":"ein-ort-der-stille-ein-ort-des-lebens-ein-ort-fuer-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtteilschule-eidelstedt.hamburg.de\/?p=1782","title":{"rendered":"Ein Ort der Stille. Ein Ort des Lebens. Ein Ort f\u00fcr Menschen."},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Am Donnerstag, dem 05.09.2019, sind wir am dem Friedhof Blankenese im S\u00fclldorfer Kirchenweg 151 angekommen. Zu Beginn wurden wir \u00fcber den Friedhof und \u00fcber den Ablauf des Tages informiert.<br \/>\nAlle Sch\u00fcler\/innen suchten sich dann einen Grabstein oder eine Stelle am Boden aus, um diesen reinigen zu k\u00f6nnen. Mithilfe eines Spachtels haben wir zun\u00e4chst das ganze Moos entfernt. Daraufhin verwendeten wir zum Schrubben eine einfache Wurzelb\u00fcrste mit Naturb\u00fcrsten aus Tierhaaren sowie Zahnb\u00fcrsten. Die B\u00fcrsten haben wir in Kombination mit verschiedenen Reinigern genutzt und die jeweiligen Grasteine erstrahlten in wenigen Minuten wie neu. Wir haben Sp\u00fclmittel aufgespr\u00fcht, einwirken lassen und aus einem Eimer mit klarem Wasser den Schaum, abgesp\u00fclt.<\/p>\n<p>Zwischendurch sind wir ins Gespr\u00e4ch mit Herrn Hanke gekommen wegen der uralten Grabsteine, da diese Grabsteine zu Verstorbenen aus dem Zeitraum des 1. Weltkrieges geh\u00f6rten. In Gruppen durften wir uns auch eine Pause erlauben und erkundigten den Friedhof etwas genauer, machten einen Spaziergang und verglichen verschiedene Grabsteine miteinander. Dabei fiel uns auf, wie lebendig dieser Friedhof eigentlich ist, denn \u00fcberall befinden sich zahlreiche Pflanzen, Blumen und B\u00e4ume. Wir arbeiteten ungef\u00e4hr 2-3 Stunden. Dieser Arbeitseinsatz geschah in Anlehnung an das Ende des 1. Weltkrieges, welcher vor \u00fcber 100 Jahren zu Ende ging. Daher unterst\u00fctzte uns der \u201eVolksbund Deutsche Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge e.V.\u201c, welcher das Motto hat: \u201eArbeit f\u00fcr den Frieden\u201c. Mit Arbeiten von jungen Menschen auf Friedh\u00f6fen soll der Friedensgedanke aktiv bleiben.<\/p>\n<p>Als Dankesch\u00f6n erhielt jeder von uns vom Volksbund eine Pizza. Diese a\u00dfen wir nach der Arbeit in einer kleinen K\u00fcche.<\/p>\n<p>Es hat uns sehr Spa\u00df gemacht, denn es war etwas Anderes und keiner von uns Sch\u00fclern hatte Erfahrung damit. Wir haben sehr viel Neues dazu gelernt und eine gute Tat getan, denn ein Grab ist f\u00fcr viele Menschen der zentrale Ort der Trauer. F\u00fcr sie bedeutet ein ansprechend gestaltetes Grab, dem Verstorbenen \u00fcber dem Tod hinaus Wertsch\u00e4tzung entgegen zu bringen und das Andenken lebendig erhalten zu k\u00f6nnen. Jeder Mensch hat seine eigene besondere Art zu trauern, deswegen gibt es auch diese unterschiedlichen Arten von Grabsteinen, die wir dort sahen. Durch Friedhofsbesuche haben Menschen die M\u00f6glichkeiten, ihre Verbundenheit und Liebe dem Verstorbenen \u00fcber dem Tod hinaus ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen. Somit nehmen gut gestaltete Friedh\u00f6fe in dieser Lebenssituation eine wichtige Rolle ein; nicht nur f\u00fcr die Toten als Ruhest\u00e4tte, sondern auch f\u00fcr die Lebenden als Ort f\u00fcr die Zuflucht des stillen Gedenkens sowie der Trauer und deren Bew\u00e4ltigung. Der Friedhof hat also eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr jeden Menschen. Er ist der Hafen, in dem wir am Ende vor Anker gehen werden. Ihn umweht ein Hauch von Ewigkeit und gerade deshalb ist er ein Ort f\u00fcr unsere innere Orientierung. Eine Gesellschaft ben\u00f6tigt einfach solche Orte, die es den Menschen erm\u00f6glichen, sich in ihrer Trauer zu finden und ihren Gef\u00fchlen Halt zu geben. Deshalb war es uns, der Klasse 11a, wichtig, etwas Gutes zu tun, etwas, das nicht jede Klasse machen w\u00fcrde. Dass ein Grab sauber und gereinigt bleibt, war daher unser Ziel, denn manche der Verstorbenen haben keine Geliebten mehr, doch hat jeder Verstorbene ein Andenken an sein fr\u00fcheres Dasein verdient&#8230;<\/p>\n<p><em>&#8211; Text verfasst von Helin Kaya, Klasse 11a<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1784 aligncenter\" src=\"https:\/\/stadtteilschule-eidelstedt.hamburg.de\/wp-content\/uploads\/sites\/726\/2019\/09\/Friedhofseinsatz-3-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/stadtteilschule-eidelstedt.hamburg.de\/wp-content\/uploads\/sites\/726\/2019\/09\/Friedhofseinsatz-3-300x225.jpeg 300w, https:\/\/stadtteilschule-eidelstedt.hamburg.de\/wp-content\/uploads\/sites\/726\/2019\/09\/Friedhofseinsatz-3.jpeg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Donnerstag, dem 05.09.2019, sind wir am dem Friedhof Blankenese im S\u00fclldorfer Kirchenweg 151 angekommen. 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