Außerschulische Kulturveranstaltungen

Im Rahmen der Projekte & Kurse wirken unsere Schülerinnen und Schüler im April und Mai auf mehreren außerschulischen Kulturveranstaltungen mit:
 
8. April
um 19:00 Uhr
„The End“
ein Stück zum Thema „Tod“
mit dem Projekt Jahrgang 9
im Thalia Theater in der Gaußstraße
Mehr Informationen: HIER
 
 
25.  &  26. April 
um 19:00 Uhr
„leer“
unsere Bewerbung zum 
„Schultheater der Länder“
beim  „Schule macht Theater“ – Festival
mit dem Theaterkurs Jahrgang 7
im Sprechwerk am Berliner Tor
Mehr Informationen: HIER
 
 
24.  &  25.  &  26. Mai 
jeweils um 15:30 Uhr
„Hamburger Menetekel – Graffiti Oper“
mit dem Projekt Jahrgang 8
im Deutschen Schauspielhaus 
Mehr Informationen: HIER und HIER
 
 
27.  &  28.  &  29. Mai
Uhrzeiten sind noch nicht bekannt
„life is hard and then you die“
ein Stück zum Existentialismus
mit  sieben Theaterkursen
Kampnagel im Rahmen des 
Festivals „Theater macht Schule“
Mehr Informationen: HIER

Tusch und Tandem

Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 erobern die Studiobühne in der Gaußstraße, gelernt wird vom und im Theater! Mit der Aufführung „The End“ ein Stück zum Thema „Tod“ mit dem Projekt Jahrgang 9 unter Leitung von Julie Kuhn standen Schülerinnen und Schüler unserer Schule auf den Bühnenbrettern des Thalia Theaters in der Gaußstr. 4 weitere Schulen präsentierten ihre Stücke (Lessing Stadtteilschule, Stadtteilschule am See, Margaretha Rothe Gymnasium, Stadtteilschule Niendorf).

Eindrucksvoll wurde deutlich: Theater leistet einen wichtigen Beitrag für Schule als Lebensraum- hier gibt es einen Freiraum sich spielerisch auszuprobieren. Theater wagt etwas – Bekanntes wird in Frage gestellt. Wir sehen Schülerinnen und Schüler als Gesamtpersönlichkeit und eröffnen ihnen neue Möglichkeiten.
Dabei bringen TUSCH und Tandem Bewegung in die Schule, vertiefen die Zusammenarbeit zwischen Thalia und Schule. Theatermacher*innen gehen in die Schule und bereichern mit ihrer Professionalität und Präsenz den Unterricht, ausgehend von Themen und Inszenierungen des Thalia Theaters.

Ein gelungener Abend. Vielen Dank an die Schülerinnen und Schüler und Julie Kuhn für die tolle Produktion.

DDR-Unterricht – Eine Reise in die Geschichte der DDR

Am Mittwoch, den 20. März 2019 hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 13b erstmals die Möglichkeit, den Unterricht in der DDR hautnah mitzuerleben.

An diesem Tag reiste die Klasse in den DDR-Schulalltag, der von der Leiterin des Leipziger Schulmuseums Elke Urban geleitet wurde. Sie verkleidete sich in „Frau Lehmann“, wir in „Doris“, „Detlef“ oder „Peggy“, der 3. Klasse. Jeder stand an seinem Platz und musste ein blaues Halstuch tragen. Mit einem strengen, lauten Ton rief sie: „Für Frieden und Sozialismus seid bereit!“, und alle Schüler erwiderten in einer disziplinierten Art als Pioniergruß „Immer bereit!“. So war der Begrüßungsakt am Morgen. Als Fach stand Heimatkunde auf dem Plan, in dem es um die Kenntnisse und Einführung in das sozialistische Leben ging.

Es wurde das Lied der Pioniere gesungen und grundlegende Fragen zu Ernst Thälmann (kommunistischer Arbeiterführer) gestellt. Damit begann die ideologische Vermittlung, bei denen wir auch die Gesetze der Thälmann Pioniere lernen mussten. Sobald sich ein Schüler dagegen wehrte, wurde mit dem Schuldirektor gedroht. Vorbildliche Schüler bekamen einen Stern ins Heft. So manipulierte Frau Lehmann die Schüler der 3. Klasse für 90 Minuten durchgehend.

Es erschien uns teilweise gruselig, mit welchen Mitteln Frau Lehmann die Macht der sozialistischen Ideologie schützen wollte, doch genau an diesem Punkt erkannten alle von uns, wie extrem die DDR-Diktatur auf die Kinder und ihre Erziehung einwirkte und unter welchem Druck sie jahrelang standen, um ein möglichst perfekter Thälmann Pionier zu sein.

So kurz vor den Abiturprüfungen im Fach Geschichte war der Tag ein voller Erfolg, da bestätigt wurde, wie gut wir uns mittlerweile in dem Gebiet auskennen. Viele neue Eindrücke wurden gesammelt, eine gute Motivation für die anstehenden Prüfungen.

The future is female

Theaterabend der Oberstufe am 26. März 2019   

Eine Band aus dem Musikprofil  Jg. 12 eröffnete den Abend der Oberstufe mit „Hit the Road, Jack“ und dem Entertainer, gespielt von Daniel Seibel.

Anschließend wurde es politisch, genau genommen frauenpolitisch:

Was haben Pippi Langstrumpf, Emilia Galotti, Maria Magdalena und Helke Sander gemeinsam? Ja, sie sind weiblichen Geschlechts. Dass sie unterschiedlichere Lebensläufe nicht haben können, ist auch klar. Pippi Langstrumpf ist reich und stark, Emilia Galotti wird vom Vater ermordet, Klara nimmt sich das Leben und Helke Sander fängt an, sich zu wehren.

Wie sind wir Frauen eigentlich dahin gekommen, wo wir jetzt sind?  Warum hat der 1. Weltkrieg Fortschritte für die Frauen gebracht? Mutige Frauen haben uns gezeigt, wie frau sich wehrt – mit Gebärstreiks, dem Stören der Politik und warum eine Tomate die Frauenbewegung in Deutschland 1968 in Deutschland in Gange setzte.

In „The future is female“ wurden vom Oberstufen-Theaterkurs von Frau Kruzek all diese und weitere Themen angesprochen und theatral auf der Bühne dargestellt.  Ein lehrreicher und amüsanter Abriss der Frauenbewegung!

Für die Fotos danken wir H. Flick.

Jahresfeier der Boxschool

Jahresfeier der Boxschool – unsere Schülerinnen und Schüler waren dabei.

Wertschätzung, respektvolles Miteinander, sich eigene Ziele setzen und sie mit Disziplin verfolgen – im Rahmen der Boxschool lernen Kinder alles das.

Jetzt nahmen die Kinder unserer Boxschool teil an der Jahresfeier des Vereins „Boxschool – Verein für Gewaltprävention“, die mit über 350 Gästen an den Landungsbrücken stattfand.

Weitere Informationen über die „Boxschool- Verein für Gewaltprävention e.V. “ und über die Veranstaltung sind HIER zu finden.

Kunst- und Theatergruppe LIGNA

Am 27.3. weilte die Kunst- und Theatergruppe LIGNA an unserer Schule. Sie hat es den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 5 und 6 ermöglicht einen „Tanz aller“ durchzuführen.
Die Tanzperformance Tanz aller – setzt sich mit dem nahezu vergessenen Erbe der Bewegungschöre auseinander. Das gemeinsame Tanzen im Bewegungschor ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern Bewegungen jenseits des Alltags zu entdecken. 

Um sich ein bisschen einzufühlen, steht hier ein Trailer des Stückes zur Verfügung:

Bei strahlend blauem Himmel war es für alle Beteiligten ein intensives Tanzerlebnis. Vielen Dank an die Theatergruppe LIGNA und alle beteiligten Klassenlehrerinnen und –lehrer.

Großstadtsafari

Die STSEi auf Großstadtsafari:  Großer Andrang herrschte in der Pausenhalle am 28. Februar beim „Kulturellen Abend“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Großstadtsafari“ stand.

Die Musik eröffnete den Abend mit Katie Perrys „Roar“ (Jg.8) und  Ellie Goulding: „Close to me“ (Jg. 10) und brachte damit schon mal viel Schwung auf die Bühne. Auch in der Literatur ist die Großstadt und die Befindlichkeit ihrer Bewohner ein großes Thema – neben einiger Texte von Schülerinnen und Schülern wurden auch Werke Tucholskys und anderer Literaten vorgetragen.

Der Jahrgang 8 hatte sich mit Tiermasken auf eine Tour durch Hamburg begeben und zeigte dazu ein Video, die Klasse 11b ließ Tiere per Fotomontage durchs menschliche Großstadtgehege spazieren, bevor „schräge Vögel“ (Jg. 7) in prächtigen Kostümen zu Mozarts Klängen der „Zauberflöte“ durch die städtischen Gemäuer schwebten.

Hamida und Fatima aus dem Jg. 9 boten ihren eigenen Song „Love like Safari“, für den sie viel Beifall erhielten, bevor die Theaterstücke des Abends die Bühne eroberten: Jg. 9 erfand das bekannte Spiel „Himmel oder Hölle“ mit Themen der Menschen in der Großstadt neu und bot damit ein buntes Szenen-Potpourri. Jg. 10  gab einen Einblick in ein spannendes Stück, das noch in der Entstehung ist und am Ende des Schuljahres dann gänzlich zu sehen sein wird: Der farbige „Leroy“  verliebt sich in ein Mädchen aus einer Familie mit rechtslastigem politischen Hintergrund. Ebenfalls im Jahrgang 10 entstand „Da lang – oder“, ein tolles Stück, das die eigene Orientierungslosigkeit zwischen zahllosen Entscheidungsmöglichkeiten mit Büchners „Leonce“ in Beziehung setzt. Auch das gehört zur Safari des Lebens: Die Schwierigkeit, das eigene Ich und den dafür jeweils richtigen Weg zu finden.

Allgegenwärtig an diesem Abend waren die Tanzgruppen von Frau Strahlendorf aus den Jahrgängen 7 bis 13, die immer wieder für gute Unterhaltung und Begeisterung sorgten.

Ein bunter Abend mit tollen Ideen und Momenten, die ans Herz gingen.

Applaus für alle Mitwirkenden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer (Frau Felten und Frau Gripp, Frau Kaufmann, Frau Kruzek, Frau Kuhn, Frau Madsen und Frau Strahlendorf sowie Herr Auricchio und Herr Tiedemann), außerdem Dank für die Organisation des Abends an Frau Kaufmann. Ein herzlicher Dank für die Fotos geht an Herrn Flick!

   

Konzert in der Nachbarschaft

Das war nur ein kurzer Weg: Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Stiftungsprogramms „Musik für Schüler“ an unserer Schule ein Instrument erlernen, traten am 18. Februar gemeinsam mit dem Unterstufenchor unserer Schule im Seniorenwohnhaus der Steenbeck-Stiftung im Niekampsweg auf.
Aktuelle Hits, kleine Klavierstücke und Volkslieder ließen die erste Aufregung auf beiden Seiten schnell vergessen, ganz bald wurde gelacht, rhythmisch geschunkelt und schließlich gemeinsam gesungen. Bei dem wunderbaren Wetter lag es ja auch förmlich in der Luft, schon jetzt den Frühling zu begrüßen.

Wir kommen wieder, ganz bestimmt!

Autorenlesung mit Sasa Stanisic

Was für eine Freude, dich bei uns begrüßen zu dürfen und neunzig informative und interessante Minuten mit dir zu verbringen. Danke!

Wir erfuhren von dir, wie man es schafft, als 12-jähriger nach Deutschland zu kommen und dann ein erfolgreicher deutscher Autor zu werden, der mit seinem Roman „Vor dem Fest“ sogar die Abiturlektüre 2019 und 2020 in Hamburg stellt. Gratulation!

Du hast uns mit auf die Reise nach Fürstenfelde genommen und uns das Dorf in der Uckermark und seine Bewohner vorgestellt. Lesend und mit theatralen Akzenten hast du uns Lada, Suzi und andere schräge Dorftypen nähergebracht. Ach, könnte man dir doch immer zuhören!

Du hast viele Besonderheiten des Roman- alle wäre übertrieben- für uns nachvollziehbar erläutert, Handlungsstränge auseinandergetüttelt, Personen in ihrer Vielschichtigkeit dargestellt und uns an der Wahrnehmung der Welt, wie sie eine Fähe erlebt, teilnehmen lassen. Durch die Jahrhunderte sind wir gereist….. Was War, Was Ist, Was Wird Geschehen!

Du bist der Meister der Sprache, der es vermag, jeder Figur seine eigene zu geben.

Einen Roman mit vielen Geschichten hast du uns geschenkt – Eine Haut aus Geschichten ist das, die uns wächst.

Wir sind traurig. Wir haben keinen Fährmann mehr. Der Fährmann ist tot.

Wir sind glücklich. Wir haben einen begnadeten Schriftsteller mehr. Beehre uns mal wieder mit neuen Geschichten.

Danke für die tolle Lesung!

Kirsten Kruzek, 21. Februar 2019

*Kursiv geschriebene Sätze sind Zitate aus dem Roman.

Eine Reise durch die Zeit: Geschichte zum Anfassen

Am Montag, dem 04. Februar 2019, ging es für uns Schüler und Schülerinnen der Klasse 13b in die Außenstelle des Stasi- Archives nach Rostock – Lernen an einem außerschulischen Ort – Geschichte zum Anfassen.

Vielen Menschen, die die Zeit in der ehemaligen DDR bis zur Wende miterlebt haben, ist es noch in bleibender Erinnerung: Ein willkürliches Staatsregime und Machenschaften der Stasi- wem konnte man trauen, vor wem war man sicher? Für uns, die wir nur das vereinte Deutschland erlebt haben und die Zeit der DDR nur aus den Geschichtsbüchern kennen, war es eine beeindruckende Reise in die Vergangenheit, als wir den alten, grauen Gebäudekomplex mit dem heutigen Stasi-Archiv betraten. Dort werden Tausende von Personenakten von Menschen verwaltet, die seinerzeit bei der Stasi im Verdacht standen, sich nicht an die damaligen Gesetze der Republik gehalten zu haben und denen landesverräterische Aktionen angelastet wurden, wie z.B. Republikflucht.
Besonders betroffen gemacht hat uns die Akte eines 17-jährigen Schülers, der systemkritische Briefe an einen Radiosender im Westen geschickt hatte: Ihm wurde ein Abitur-Verbot erteilt.
Auch wenn es im Unterricht oft angesprochen wurde, war uns Schülern und Schülerinnen das Ausmaß von Überwachung (Observierung, Abhörung der Telefone, Durchsuchung von Wohnungen etc.) nicht so deutlich bewusst. Wir begriffen, zu welchen Mitteln der heute nicht mehr existierende Staat damals griff, um die Ideologie der sozialistischen DDR zu stützen.

Besonders, weil es für uns jetzt in die Abiturphase geht und es unser letzter gemeinsamer Ausflug als Klasse war, hat uns dieser Lernprozess im Stasi-Archiv einen Motivationsschub für die kommenden Wochen gegeben.